So gewinnen Bauunternehmen erfahrene HKLS-Fachkräfte trotz Fachkräftemangel

HVAC-Techniker in Arbeitskleidung inspiziert Kupfer- und Stahlrohrleitungen auf einer Baustelle mit Gerüst im Hintergrund.

Der Fachkräftemangel im HKLS-Bereich trifft Bauunternehmen an einer besonders empfindlichen Stelle: Ohne qualifizierte Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärfachkräfte stocken Projekte, Inbetriebnahmen verzögern sich, und Auftraggeber verlieren das Vertrauen. Wer heute noch glaubt, eine Stellenanzeige reiche aus, um erfahrene HKLS-Fachkräfte zu gewinnen, wird diese Erfahrung schnell korrigieren müssen.

Dieser Artikel erklärt, warum der HKLS-Fachkräftemangel strukturell bedingt ist, warum klassische Recruiting-Wege in diesem Segment versagen und welche konkreten Strategien Bauunternehmen heute einsetzen, um trotzdem qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig zu binden. Der Aufbau folgt einer klaren Lernlogik: von der Ursache über die Methode bis zur nachhaltigen Strategie.

Was HKLS-Fachkräfte auszeichnet und warum sie so schwer zu finden sind

HKLS steht für Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär. Der Kernberuf in diesem Bereich ist der Anlagenmechaniker SHK, der aus der Zusammenlegung mehrerer älterer Ausbildungsberufe entstanden ist: Gas- und Wasserinstallateur, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer sowie Anlagenmechaniker für Versorgungstechnik. Diese Konsolidierung spiegelt wider, wie komplex das Berufsbild heute ist.

Ein erfahrener HKLS-Monteur installiert, wartet und modernisiert nicht nur klassische Heizungs- und Sanitäranlagen. Er arbeitet zunehmend an vernetzten Gebäudemanagementsystemen, Wärmepumpen, Solaranlagen und digitalen Steuerungssystemen. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und vermittelt Grundlagen in Thermodynamik, Materialkunde und Systemtechnik. Spezialisierungen in erneuerbaren Energien oder Klimatechnik kommen on top.

Das Ergebnis: Ein wirklich einsatzfähiger HKLS-Fachmann braucht Jahre, um sich zu entwickeln. Und genau diese Ausbildungsdauer ist einer der Hauptgründe, warum der Markt so eng ist. Laut der Bundesagentur für Arbeit lag die Vakanzzeit im SHK-Bereich 2024 bei 259 Tagen. Das bedeutet: Eine offene Stelle bleibt im Schnitt fast neun Monate unbesetzt. Kein konjunkturelles Phänomen, sondern ein strukturelles Problem aus Demografie, langer Ausbildungsdauer und wachsendem Bedarf durch Gebäudesanierung und den Ausbau erneuerbarer Energien.

Warum klassische Stellenanzeigen im HKLS-Segment nicht funktionieren

Viele Bauunternehmen schalten eine Anzeige auf einer Jobbörse und warten. Im HKLS-Bereich ist das eine Strategie, die selten funktioniert. Der Grund liegt nicht in der Formulierung der Anzeige, sondern in der Struktur des Kandidatenmarkts.

Erfahrene HKLS-Fachkräfte sind in der Regel fest angestellt und nicht aktiv auf Jobsuche. Branchenbeobachtungen zeigen, dass klassische Jobbörsen nur einen kleinen Teil der Handwerker überhaupt erreichen. Der weitaus größere Teil ist passiv beschäftigt, aber grundsätzlich wechselbereit, wenn das Angebot stimmt. Diese Fachkräfte sehen keine Stellenanzeigen, weil sie nicht danach suchen.

Hinzu kommt: Wer im HKLS-Bereich wechseln will, tut das oft über persönliche Kontakte oder direkte Ansprache, nicht über Bewerbungsportale. Laut einer Stepstone-Analyse zum Handwerksrecruiting sind neben Gehalt vor allem Work-Life-Balance und Entwicklungsperspektiven die entscheidenden Wechselmotive. Wer diese Faktoren in einer Stellenanzeige kommuniziert, ohne den Kandidaten direkt anzusprechen, erreicht ihn schlicht nicht.

Das Ergebnis ist bekannt: Anzeigen laufen wochenlang, die Rücklaufquote ist gering, und die wenigen Bewerbungen, die eingehen, passen oft nicht zum Anforderungsprofil. Für Bauunternehmen bedeutet das: Jede Woche, in der eine HKLS-Position unbesetzt bleibt, kostet Geld, verzögert Projekte und belastet das vorhandene Team.

Direktansprache im HKLS-Recruiting gezielt einsetzen

Wer HKLS-Fachkräfte gewinnen will, muss dort ansetzen, wo diese Fachkräfte tatsächlich erreichbar sind: durch gezielte Direktansprache. Active Sourcing bedeutet, potenzielle Kandidaten aktiv zu identifizieren und persönlich zu kontaktieren, anstatt auf eingehende Bewerbungen zu warten.

Im HKLS-Bereich funktioniert das besonders gut, weil die Direktansprache dort noch vergleichsweise selten eingesetzt wird. Ein Betrieb, der einen erfahrenen Obermonteur oder Projektleiter TGA direkt und persönlich anspricht, hebt sich allein dadurch schon ab. Die Qualität dieser Ansprache ist dabei ausschlaggebend: Eine generische Nachricht wird ignoriert. Eine Nachricht, die zeigt, dass der Absender das Berufsbild, die typischen Projekte und die Anforderungen wirklich kennt, erzeugt Resonanz.

Konkret bedeutet das für die Praxis:

  • Kandidatenprofile in beruflichen Netzwerken und Branchendatenbanken systematisch analysieren
  • Fachkräfte identifizieren, die zum Anforderungsprofil passen, auch wenn sie aktuell nicht aktiv suchen
  • Persönliche, auf das Profil zugeschnittene Ansprache formulieren, die Branchenkenntnis zeigt
  • Gespräche führen und Kontakte pflegen, auch wenn aktuell keine offene Stelle besteht

Dieser letzte Punkt ist wichtig: Direktansprache als Reaktion auf eine dringende Vakanz zu verstehen ist ein Denkfehler. Wer erst dann beginnt, Kandidaten zu identifizieren, wenn eine Stelle sofort besetzt werden muss, startet immer zu spät. Spezialisierte Anbieter, die diesen Prozess kontinuierlich betreiben, besetzen vergleichbare HKLS-Positionen typischerweise in sechs bis zehn Wochen statt in neun Monaten.

Häufige Fehler beim Gewinnen von HKLS-Fachkräften vermeiden

Selbst Unternehmen, die den richtigen Ansatz kennen, machen in der Umsetzung Fehler, die den Prozess sabotieren. Die häufigsten lassen sich benennen und vermeiden.

Zu komplizierte Bewerbungsprozesse

Ein erfahrener HKLS-Monteur muss sich selten wirklich um eine Stelle bewerben. Er bekommt auch ohne Bewerbung immer einen Job. Wenn der erste Kontakt mit einem Unternehmen bedeutet, ein langes Formular auszufüllen oder umfangreiche Unterlagen einzureichen, bricht er den Prozess ab. Der Bewerbungsweg muss so einfach wie möglich sein, idealerweise mobil und in wenigen Minuten abschließbar.

Ausschließlich auf junge Bewerber setzen

Viele Betriebe fokussieren sich bei der Suche auf junge Fachkräfte und übersehen dabei erfahrene Mitarbeiter in der zweiten Karrierehälfte. Gerade im HKLS-Bereich bringen ältere Fachkräfte wertvolles Praxiswissen mit, das sich nicht in kurzer Zeit aufbauen lässt. Wer diese Zielgruppe systematisch ausschließt, verengt den ohnehin engen Kandidatenmarkt weiter.

Kein klares Arbeitgeberprofil

Fachkräfte, die wechselbereit sind, vergleichen Angebote. Wer kein klares Bild davon vermittelt, was das Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht, verliert im Vergleich. Das bedeutet nicht, aufwendige Employer-Branding-Kampagnen zu starten. Es bedeutet, konkret zu benennen: Welche Projekte, welche Entwicklungsmöglichkeiten, welche Arbeitsbedingungen bietet das Unternehmen tatsächlich?

Unrealistische Gehaltsvorstellungen

Der DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 zeigt, dass mehr als 40 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung haben. Ein häufiger Grund: Gehaltsangebote, die nicht dem aktuellen Markt entsprechen. Wer nicht weiß, was erfahrene HKLS-Fachkräfte heute verdienen, verliert Kandidaten im letzten Schritt des Prozesses.

Eine nachhaltige HKLS-Recruiting-Strategie für Bauunternehmen aufbauen

Einzelmaßnahmen reichen nicht mehr. Wer HKLS-Fachkräfte langfristig gewinnen und halten will, braucht eine Strategie, die mehrere Hebel gleichzeitig bedient.

Der erste Hebel ist die kontinuierliche Kandidatenpipeline. Statt erst bei einer offenen Stelle zu suchen, sollten Bauunternehmen dauerhaft Kontakte zu relevanten Fachkräften pflegen. Das setzt voraus, dass Recruiting nicht als einmalige Aufgabe verstanden wird, sondern als fortlaufender Prozess.

Der zweite Hebel ist die Mitarbeiterbindung. Bauunternehmen, die ausgebildeten Fachkräften konkrete Aufstiegsperspektiven bieten, halten ihre Mitarbeiter deutlich länger. Wer in Weiterbildung investiert, zum Beispiel in Zertifizierungen für Wärmepumpentechnik oder Gebäudeautomation, schafft gleichzeitig einen Anreiz für Wechselwillige von außen.

Der dritte Hebel ist die Erweiterung der Zielgruppen. Quereinsteiger mit technischem Hintergrund, Fachkräfte aus dem EU-Ausland und Berufsrückkehrer sind Kandidatengruppen, die viele Betriebe systematisch unterschätzen. Wer diese Gruppen gezielt anspricht und in die eigene Qualifizierungsstruktur integriert, erschließt Potenziale, die der Wettbewerb ignoriert.

Der vierte Hebel ist das Arbeitgeberprofil. Nicht als Marketingkampagne, sondern als ehrliche Darstellung dessen, was das Unternehmen bietet: Projektvielfalt, Teamstruktur, Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitszeiten. Fachkräfte, die wechseln wollen, recherchieren. Was sie dabei finden, beeinflusst ihre Entscheidung.

Besonders mit Blick auf das Infrastruktur-Sondervermögen 2026 und den weiter wachsenden Bedarf durch Gebäudesanierung und Wärmepumpenausbau wird der Wettbewerb um HKLS-Fachkräfte in den nächsten Jahren nicht abnehmen. Wer heute eine belastbare Recruiting-Strategie aufbaut, ist morgen im Vorteil.

Wie Riverstate Bauunternehmen beim HKLS-Recruiting unterstützt

Der HKLS-Fachkräftemangel ist real, strukturell und nicht durch eine einzelne Maßnahme zu lösen. Was Bauunternehmen brauchen, ist ein Recruiting-Partner, der den Markt kennt, die richtigen Kandidaten identifiziert und den gesamten Prozess professionell begleitet. Genau das ist unser Ansatz bei Riverstate.

Wir arbeiten ausschließlich mit Direktansprache und kontinuierlichem Marktmonitoring. Das bedeutet: Wir warten nicht auf Bewerbungen, sondern identifizieren aktiv die Fachkräfte, die zu Ihrer Position und Ihrem Unternehmen passen, auch wenn diese aktuell nicht aktiv suchen. Unsere Berater kennen die Strukturen, Rollen und Anforderungen im HKLS-Bereich aus der Praxis.

  • Gezielte Direktansprache passiver HKLS-Kandidaten über branchenspezifische Netzwerke und Datenbanken
  • Kontinuierliches Kandidaten-Monitoring, damit wir bei Bedarf schnell reagieren können
  • Tiefes Verständnis der technischen Anforderungen im Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Sanitärbereich
  • Sorgfältige Vorauswahl nach fachlicher Qualifikation und kultureller Passung
  • Transparente Kommunikation über realistische Gehaltsmarktpreise und Kandidatenverfügbarkeit

Sprechen Sie mit uns über Ihren konkreten Personalbedarf. Wir analysieren den Kandidatenmarkt für Ihre offenen HKLS-Positionen und zeigen Ihnen, welche Fachkräfte in Ihrer Region und Ihrem Projektsegment verfügbar sind. Unverbindlich und kostenlos. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Besetzung einer offenen HKLS-Stelle über Riverstate im Vergleich zur Eigensuche?

Über klassische Stellenanzeigen und Eigensuche liegt die durchschnittliche Vakanzzeit im SHK-Bereich laut Bundesagentur für Arbeit bei 259 Tagen – also fast neun Monate. Riverstate besetzt vergleichbare HKLS-Positionen durch kontinuierliche Direktansprache und aktives Kandidaten-Monitoring typischerweise in sechs bis zehn Wochen. Der entscheidende Unterschied: Wir beginnen nicht erst zu suchen, wenn Ihre Stelle offen ist, sondern pflegen dauerhaft Kontakte zu passiven Kandidaten, die genau dann verfügbar sind, wenn Sie sie brauchen.

Was verdienen erfahrene HKLS-Fachkräfte aktuell – und wie realistisch sind unsere Gehaltsvorstellungen?

Das ist eine der häufigsten Ursachen für gescheiterte Besetzungen: Gehaltsangebote, die nicht dem Markt entsprechen. Ein erfahrener Anlagenmechaniker SHK mit mehreren Jahren Berufserfahrung erzielt je nach Region, Spezialisierung und Betriebsgröße zwischen 3.200 und 4.500 Euro brutto monatlich. Obermonteure und Projektleiter TGA liegen darüber. Wer diese Realität ignoriert, verliert Kandidaten im letzten Schritt des Prozesses. Riverstate gibt im Rahmen der kostenlosen Marktanalyse konkrete Gehaltsmarktpreise für Ihre Region und Ihr Anforderungsprofil an.

Warum sind HKLS-Fachkräfte auf Jobportalen kaum zu finden, obwohl der Bedarf so hoch ist?

Erfahrene HKLS-Fachkräfte sind in der Regel fest angestellt und mitten in laufenden Projekten. Sie beobachten den Stellenmarkt nicht aktiv, weil sie es nicht müssen – qualifizierte Handwerker bekommen auch ohne Bewerbung immer einen Job. Wechselbereitschaft ist zwar vorhanden, wird aber nicht über Jobbörsen signalisiert, sondern über persönliche Kontakte oder direkte Ansprache. Stellenanzeigen erreichen damit genau die Kandidaten nicht, die Sie eigentlich suchen: die erfahrenen, die bereits beschäftigt sind.

Lohnt sich die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Personalberatung für mittelständische Bauunternehmen ohne eigene HR-Abteilung?

Gerade dann lohnt es sich am meisten. Wer keine dedizierte HR-Funktion hat, bindet bei der Eigensuche Kapazitäten in Geschäftsführung oder Projektleitung – mit schlechten Ergebnissen und hohen Opportunitätskosten. Eine spezialisierte Personalberatung wie Riverstate übernimmt den gesamten Suchprozess: Kandidatenidentifikation, Direktansprache, Vorauswahl und Gesprächskoordination. Sie erhalten am Ende nur Kandidaten, die fachlich und kulturell passen. Für Betriebe ohne HR-Struktur ist das die effektivste und oft auch wirtschaftlichste Option.

Welche HKLS-Positionen besetzt Riverstate – und auch spezialisierte Rollen wie Projektleiter TGA oder Obermonteure?

Riverstate besetzt das gesamte Spektrum im HKLS- und TGA-Bereich: von erfahrenen Anlagenmechanikern SHK und Obermonteur-Positionen über Bauleiter HKLS bis hin zu Projektleitern TGA und technischen Führungskräften. Auch spezialisierte Profile – etwa mit Schwerpunkt Wärmepumpentechnik, Gebäudeautomation oder Klimatechnik – gehören zu unserem Suchfeld. Der Fokus liegt auf Fachkräften mit nachweisbarer Projekterfahrung, nicht auf Berufseinsteigern. Welche konkreten Profile in Ihrer Region verfügbar sind, klären wir im Rahmen einer kostenlosen Marktanalyse.

Wie kann unser Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver für HKLS-Fachkräfte werden, ohne ein großes Employer-Branding-Budget zu haben?

Employer Branding muss keine Kampagne sein. Wechselwillige HKLS-Fachkräfte entscheiden auf Basis konkreter Fakten: Welche Projekte werden gebaut? Wie ist das Team strukturiert? Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel Zertifizierungen für Wärmepumpentechnik oder Gebäudeautomation? Wie sind die Arbeitszeiten geregelt? Wer diese Fragen klar und ehrlich beantwortet – auf der Website, im Erstgespräch und in der Direktansprache – hebt sich bereits von der Mehrheit der Wettbewerber ab. Konkrete Inhalte schlagen aufwendige Hochglanzdarstellungen im Handwerk jedes Mal.